24.03.2015

Damen I: Überragende zweite Halbzeit bringt die Wende


Am Wochenende trafen sich die TGB Damen zu ungewohnter Heimspielzeit (So, 16 Uhr) zum Handballspielen gegen Zwingenberg. Das Hinspiel hatten sowohl Gastgeber als auch Gäste noch nicht vergessen, als die TGB in Zwingenberg einen 27:22 Rückstand in ein 27:27 Unentschieden ummünzte.

Da beim vorherigen Spiel der Damen II kein offizieller Schiedsrichter kam, wurde dieses Spiel mit deutlicher Verspätung angepfiffen, was die Aufwärmzeit der Damen I sehr kurz werden ließ.

Das Spiel begann ziemlich schleppend. Es fehlte die Bindung zum Spiel, die Bindung zum Gegner, die Schnelligkeit und der Torhunger.
Zwingenberg setzte sich Tor um Tor ab, wobei die auch nicht wirklich stark und schnell spielten, aber eben doch etwas mehr als die erlahmten TGB Damen. Mit einem peinlichen 9:15 ging es in die Kabine. Dort war die Laune verständlicherweise nicht allzu gut und mit einer gepfefferten Ansage ging es in Halbzeit 2.

Was dann passierte, war irgendwie unglaublich. Obwohl traditionellerweise die Minuten 30-40 nicht unbedingt zu den Glanzzeiten der Mannschaft gehören, nahm das Spiel der TGB im wahrsten Sinne Fahrt auf. Besinnend darauf, dass die Beine ja zum Rennen, der Arm zum Werfen und der Kopf zum Denken da ist, holten die Damen Tor um Tor auf. Über die Stationen 10:15, 13:17 und 17:18 holten die Damen mehr und mehr auf, bis dann beim 19:19 tatsächlich der Rückstand aufgeholt war. Danach wechselte die Führung mehrfach, aber auf mehr als 2 Tore konnte sich keine Mannschaft absetzen. Die Spannung war groß, dem dezimierten Gegner schwanden die Kräfte, und die linke Angriffsseite traf nach Belieben. Und am Ende behielten die TGBBB`s die Nerven und so blieben bei dem sonntäglichen Handballkrimi die Punkte da, wo sie hingehören. Nämlich in Bessungen!

Als beim 30:29 die Sirene ertönte, kannte der Jubel keine Grenzen. Spannende Spiele mit Happy End machen einfach am Meisten Spass!
 
Viele Zuschauer waren da, die ordentlich Stimmung gemacht haben auf der Tribüne, das war ganz großartig! Vielen Dank!

Und da gab es sogar sehr selten gesehene Zuschauer (Spielerinnenmänner, herrliches Wort!), die sich dann wohl genau das richtige Spiel für das erste Mal Zusehen in der BOL ausgesucht haben.

Es spielten: Jana Grensing, Carmen Krämer, Monique Rapp, Toni Allrich (2), Lotta Gaab, Dagmar Cohrs (1), Livi Best, Tani Christiansen (9), Patricia Pauli, Julia Seelinger, Sarah Jakob (3), Laura Morche (11/3), Clara Stein (3), Karen Preuschoff (1)