21.01.2014

Old Warriors drehen in der Schlussphase auf

Die Old Warriors haben sich mit einem 27:21-(10:10) über die HSG Mörfelden/Waldorf II aus der Winterpause zurückgemeldet und mit 20:0 Punkten die Tabellenführung ausgebaut. Allerdings brauchte die Old-Warriors-Maschine etwas um ins Rollen zu kommen. Lange rannte die TGB einem Rückstand hinterher und konnte erst in der Schlussphase den aufopferungsvoll kämpfenden Gegner distanzieren.

Lautstark begann die Partie. Rückraumbomber Gerrit Schott überprüfte mit zwei Knallern aus der Distanz, ob die Mörfeldener Tor-Latten auch einen schönen Klang erzeugen. Ergebnis: ein sattes tiefes C mit einer dezent mitschwingenden Terz, allerdings kein Tor und im Gegenzug zwei Treffer der Gegner. Da schaltete sich sein Konterpart Ruud Kern ein. Sein Feldexperiment bestand darin, herauszufinden, ob der Kerl im Tor der Gegner nur zufällig da rumstand, oder tatsächlich Bälle halten wollte. Letzteres war der Fall, so dass Rückstand und Ratlosigkeit der Old Warriors gleichermaßen wuchsen.

Mit einer ausgefeilten Taktik hielt Kreisläufer Sven Seeger seine Mannen im Spiel. Zwei mal hintereinander warf er einen Siebenmeter an die Latte um anschließend den Abpraller zu verwerten. “Beim Bezirksliga-C-Managerspiel habe ich mich leichtsinnigerweise selbst gekauft und als Kapitän aufgestellt. Das war natürlich ein großer Fehler und da muss ich jetzt ordentlich Boden gutmachen. Da kann ich neben jedem Tor auch die entsprechenden Punkte fürs Anspiel gebrauchen”. Klingt vernünftig.

Ansonsten plätscherte das Spiel etwas vor sich hin, die Gastgeber immer leicht in Front. Einzig der Hallensprecher sorgte in dieser Phase des Spiels mit seinen souveränen verbalen Einwürfen für Highlights und brachte sogar die Nachnamen von Navid und Mirco fehlerfrei ins Mikrofon. Am Hallensprecher war es auch, die beiden Mannschaften beim Stand von 10:10 in die Kabinen zu schicken.

Coach Fidi Feldmann versuchte die Mannschaft in der Halbzeit wachzurütteln, doch es blieb zunächst die HSG, die den Finger am Drücker hatte. Beim 16:13 schien der Gastgeber langsam aber sicher auf die Siegerstraße einzubiegen. Doch Fidi würfelte noch einmal die Truppe durcheinander, brachte mit Robbie Fuchs am Kreis und Carsten Feuerbach in der Mitte eine neue Achse, die dem Warriors Spiel nun endlich die lange vermisste Sicherheit gab. Dazu schwand dem Gegner langsam aber sicher die Kräfte, der nun auch immer häufiger im stark aufspielenden Dirk Schaaf im Tor der Warriors seinen Meister fanden.

Es spielten: Dirk Schaaf und Mirco Miraglia (im Tor), Martin, Feuerbach (1), Drewes, Seeger (7/2), Heese, Fuchs, Kern (6), Stroth, Schott (2), Maneshkarimi (5/2), Naas (2), Schneider (4)

Nächstes Spiel: Samstag 15:30, Halle an der Lichtenbergschule gegen Rüsselsheim!